Wichtige Haschischsorten


Gras (Marihuana) hat meist nur eine angenehm euphorisierende Wirkung, als Tee verbreitet es das Körpergefühl. Seine Wirkung ist etwa 1/10 bis 1/3 von Haschisch, wobei sich die Grundsymptome des High parallel zu den verschiedenen Haschischsorten entwickeln.

Eigentlich sollte Marihuana nur aus den Blattspitzen der Hanfkrone bestehen, es kommt jedoch meist bereits ge-schnitten auf den Markt, und da ist dann bei der Ernte viel weniger sorgfältig verfahren worden. Meist enthält daher Gras so ziemlich alle Blätter des Cannabis.

Gutes Gras hat eine intensiv grüne Farbe und wird beim leichten rösten goldgelb. Sein Rauch ist ungleich wür-ziger als von Heu, weißblau und sehr auffällig. Es ist sehr teerhaltig, weshalb das Zigarettenpapier eines Joints schnell bräunlich wird. Verfälschungen sind häufig, meist mit Cannabis sativa oder Pfefferminztee. Um sie festzustellen kaut man am besten einige Blättchen sorgfältig. Je bitterer der Nachgeschmack desto mehr fremde Beigaben sind in der Ware und Pfefferminztee läßt sich ohne dies leicht herausfinden.


Türkischer Shit ist meist leichter als anderer Stoff und hat ziemlich grobe Struktur. Er ist hart und muß vor dem zerkrümeln erhitzt werden - was eigentlich für alle Shit-Sorten gilt. Je besser er nach dem erhitzen aufgeht um so sorgfältiger wurde er gepreßt. Seine Grundfarbe ist an den Küsten grünlich, und im Landesinneren kommen auch bräunliche Sorten vor. Er wirkt trocken und verliert bei unsachgemäßer Lagerung sein Aroma und seine Wirksamkeit, da Blütenköpfe und Harz gemeinsam geerntet wurden. Verfälschungen sind häufig. Bräunlicher sollte auf Mohnbestandteile untersucht werden, grünlicher nach Pfefferminztee und Henna (am besten von einem kleinen Stück einen Absud machen), beide Sorten nach Hafermehl, das beim Ansengen nicht gut brennt und schnell schwarz wird.


Afghan und Pakistan sehen nahezu gleich aus. Die besten Qualitäten sind schwer, außen schwarzbraun und an der frischen Schnittstelle stumpfgrün. Sehr häufig ist etwas Rohopium beigegeben, wobei die Schnittfläche dunkler wird und der gesamte Stoff "fettiger". Je feiner die Struktur des Stoffes, desto besser ist die Qualität. Beim rauchen hat er einen leicht seifigen Nebengeschmack und wirkt sehr schnell und stark, im Tee hinterläßt er einen breiigen grünlichbraunen Satz. Opiumbeilagen kleben als kleine Kügelchen im Tassenboden.

Je älter der Stoff wird, desto dunkler wird durch die Oxydation seine Farbe, und gleichzeitig läßt auch die Wirkung um ein weniges nach. Im besten Zustand kann er noch mit den Fingernägeln geritzt werden, später nur nach dem Erhitzen. In Europa ist dieser Shit in den letzten Jahren immer seltener zu bekommen, eine Folge der verschärften Kontrollen. Verfälschungen bei afghanischem oder pakistanischem Shit sind vor allem Opiumbeiga-ben, Mohnbrei und bei minderen Sorten Blütenblätter. Sie alle lassen sich leicht am Absud feststellen. Mehl und Hafermark erkennt man an der punktweißen Aufhellung.


Nepal ist zweifellos der begehrteste, da schwerste und stärkste Stoff. Er wiegt um ein Viertel mehr, als guter Afghan und seine Grundfarbe ist bei besten Sorten nahezu schwarz mit schwarz-grünlicher Schnittfläche Bei den bräunlichen Sorten wurde bis zu 30% Rohopium beigegeben. Nepal ist immer sehr hart, gute Sorten weisen nur unter der Lupe eine sehr feine Struktur auf. Mindere Sorten können auch im kalten Zustand zerbröselt werden und sind grob strukturiert. Es gibt noch eine sehr gute, schwarzbraune Sorte, die leicht zerbröselt, sich fettig anfühlt und intensiv riecht, aus der Gegend von Tibet. Auch sie ist an ihrer feinen Struktur erkennbar, Verfälschungen sind wie beim Afghan feststellbar.


Libanon gehört mit Nepal zur absoluten Cannabis-Spitze. Die beste Sorte stammt aus der staatlichen Manufaktur und trägt als Gütezeichen drei Halbmonde. Er wiegt etwas leichter als Afghan, hat jedoch eine ins rötlichbraun gehende Grundfarbe. "Roter" Libanon ist ungefähr so hart wie Afghan, jedoch viel würziger (leicht erdiger Nebengeschmack) und gibt ein angenehm beschwingtes High, erhöht vor allem das Körpergefühl und wirkt in hohem Maße euphorisierend.

Der Blütenstaub ist etwas heller, sehr weich, von leichter Konsistenz, und wird als "Soft-Libanon" gehandelt. Er wirkt stärker als normaler Libanon, und ergibt das weichste High. Verfälschungen durch Honig oder Bienenwachs kommen häufig vor, können aber im Absud leicht festgestellt werden.


Nordafrika hat verschiedene Shit-Sorten, die aber alle zwischen Türkischem und Soft-Libanon liegen. Am schwächsten ist der Ägyptische, der fast weiß aussieht. Er sollte keineswegs mit allerdings viel schwerer wiegen-den, sehr guten Nepal verwechselt werden, aber der ist ja ohnehin sehr selten.


Acapulco Gold stammt aus Mexico, gilt dort als feinste Sorte und hat Ähnlichkeiten mit dem roten Libanon, wobei eine Grundfarbe allerdings mehr ins gelbliche spielt. Ansonsten hat Mexico allerfeinste Grassorten, die dort auch bevorzugt geraucht werden.


Originalverpackungen

Selten bekommt man Stoff in seiner Originalverpackung. Gute Stoffsorten werden meist in Müll verpackt, der mit einer Mischung aus Bienenwachs und Kalk imprägniert wurde. Bleisiegel (auch Lack oder Wachs) an den Schnüren bezeichnen die Qualität, wobei meist Halbmond, Stern und Halbmond oder Halbmonde als steigernde Reihenfolge verwendet werden. Die Pakete sind meist ziegelförmig, in der Mitte etwas erhöht. Besonders gute Sorten kommen in Scheiben auf den Markt, die an einen Diskus erinnern. In Nordpakistan und Nepal formt man die "Auslese", also die allerbeste Qualität, auch zeitweise in dünne Stangen, die außen pechschwarz sind. Leider kommen solche Sorten fast gar nicht mehr nach Europa .


Grundsätzliches

Sollte Stoff in der Küche verwendet werden, muß man ihn jedesmal zumindest kurzzeitig auf einhundert Grad erhitzen, da die Hygienevorschriften in den Ernteländern nicht sehr streng gehandhabt werden. Verunreini-gungen lassen sich leicht feststellen, indem man von einem kleinen Bröckchen einen Absud in Alkohol macht: Fremde Zutaten kommen an die Oberfläche.

 


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